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Was ist der Unterschied zwischen Orthopädischen und Podologischen Einlagen?

Orthopädische Einlagen sind so gebaut, dass sie die knöcherne Fußstruktur unterstützen. Podologische Einlagen wirken vorrangig auf die Sehnen- und Muskelrezeptoren der Fuß- und Aufrichtemuskulatur. Sie wirken deshalb auf die Körperhaltung und können Beschwerden am Bewegungsapparat nachhaltig lindern.

Was ist Podologie?

Unser Körper verfügt über Muskelzüge, die vom Kopf bis zu unseren Füßen reichen. Diese Muskelstränge unterstützen die aufrechte Haltung und unsere Bewegungsabläufe. Der komplexe funktionelle Bewegungsablauf  unserer Füße hat unmittelbaren Einfluss auf die muskulären Zuglinien und damit auch auf unsere Körperhaltung. Durch angeborene oder erworbene pathologische Bewegungsmuster werden Wirbelsäule und Gelenke falsch belastet. Dadurch kann es zu einer Reihe von Störungen und Beschwerden kommen.

Die Podologie versucht, solche Beschwerden und Fehlstellungen und die daraus resultierende Schonhaltung auszugleichen und über die Rezeptoren (Sensoren) der Fußmuskulatur positiv zu beeinflussen. Durch die Impulse der podologischen Einlage wird die Wiederherstellung eines physiologisch funktionellen Bewegungsablaufes der Gelenke in die Wege geleitet.

Wie wirken podologische Einlagen?

Jede Einlage wird der individuellen Anatomie Ihres Fußes und des individuellen Bewegungsmusters angepasst und gefertigt. Dünne Keile in der Einlage wirken gezielt auf die Rezeptoren am Fuß ein. Dadurch werden entsprechende Reflexe ausgelöst, um eine funktionell physiologische Bewegung der Gelenke zu stimulieren. Die Körperhaltung verbessert sich. Das Ziel der podologischen Einlagen ist es, aktiv eine deutliche Verbesserung der Fußfehlstellungen und der damit verbundenen Beschwerden zu erreichen bzw. im Idealfall keine Einlagen mehr zu benötigen.

Bei welchen Beschwerden können die Einlagen verwendet werden?

  • Fußfehlstellungen (Knick-, Senk-, Spreiz-, Platt- und Hohlfüße)
  • Hallux Valgus
  • Fersensporn
  • Chronische Hornhautbildung
  • Skoliosen und Kyphosen (Wirbelsäulenfehlstellungen)
  • Beinlängendifferenz
  • Bandscheibenprobleme
  • Beckenschiefstand/Beckenverwringung
  • Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule
  • Gangunsicherheit
  • Knie- und Hüftfehlstellungen (Instabilität, Arthrosen, Schmerzen)
  • Schmerzen im Vorfuß
  • Schulter- und HWS-Verspannungen
  • Bewegungseinschränkungen und Schmerzen bzw. Verspannungen im gesamten Muskel- und Stützapparat

Wie oft sollen die Einlagen getragen werden?

Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich an die Einlagen zu gewöhnen. Die Eingewöhnungszeit ist individuell verschieden und hängt davon ab, wie oft die Einlagen getragen werden. Tragen sie die Einlagen in den ersten 2 Wochen nur so lange Sie es als angenehm empfinden, nach dieser Eingewöhnungszeit aber so oft wie möglich. Die podologische Behandlung kann nur dann erfolgreich sein, wenn Sie die Einlagen regelmäßig (möglichst täglich) tragen, also auch in Haus- und Sportschuhen.

Die Podologische Einlage passt fast in jeden Schuh!

Falls nach den ersten 2 Wochen die gewünschte Wirkung ausbleiben sollte oder gar Beschwerden auftreten, vereinbaren Sie bitte unbedingt einen Kontrolltermin, damit notwendige Änderungen vorgenommen werden können.

Wenn das Tragen der Einlagen Überlastungsreaktionen oder Beschwerden hervorruft, die Sie vorher nicht wahrgenommen haben, tragen Sie die Einlagen bitte nicht weiter. Wenden Sie sich so bald wie möglich an Ihren Arzt, Podotherapeuten oder Ihre Podotherapeutin.

Podologische Einlagen wirken nur dann optimal, wenn alle Gelenke frei beweglich sind. Gelenksblockaden sollten deshalb zusätzlich therapeutisch behandelt werden. Mit aktiver Fußgym­nastik können Sie den Therapieerfolg unterstützen.

Kontrolltermin

Bitte vereinbaren Sie, nachdem Sie die Einlagen ca. 3 Monate getragen, haben einen Kontrolltermin. Das Tragen bewirkt anatomische Veränderungen, deshalb sollten die Einlagen dem therapeutischen Fortschritt immer wieder neu angepasst werden.

Kosten:

Die Kosten für podologische Einlagen werden vom Großteil der Krankenkassen nicht bzw. nur zum Teil übernommen.